Der Verein Deutsche Sprache kürte die Evangelische Kirche (EKD) zum „Sprachpanscher des Jahres 2017“. Moniert wurde ein laxer Umgang mit der deutschen Sprache und eine gehäufte Verwendung englischer Begriffe. Das Programm mit dem Motto „Segen erleben“ heißt jetzt „Moments of Blessing“. Das ist nur eines von vielen grauenhaften Beispielen, mit der die Sprache der Dichter und Denker vergewaltigt wird. Nach dem Verein Deutscher Sprache ist diese „Sprachpanscherei“ eine Verhöhnung Martin Luthers. Mit seiner Bibelübersetzung ins Deutsche gelang Luther herausragendes. Seine Deutsche Bibel war der Beginn einer deutschen Nationalsprache. Er war deshalb zu Recht der Begründer der gemeinsamen deutschen Sprache.

Die EKD, die sich kürzlich erst von der grundgesetzlich gesicherten Vorgangstellung von Ehe und Familien verabschiedete und die gern nutzlose Dialoge mit Islamverbänden führt, reiht sich jetzt ein in die „erlauchte“ Runde derer, die die Sprache der Dichter und Denker verstümmeln, vergenderisieren und verkiezen will. Das sogenannte Kiezdeutsch ist in saarländischen Schulen bereits angekommen und wird nicht als Problem, sondern als Chance angesehen nach offiziellen Angaben des Bildungsministeriums?! Die „Leichte Sprache“ wird nun salonfähig gemacht, ebenso ein Beitrag zur schleichenden Verblödung, die auch noch schön geredet wird, abgesehen von den horrenden Verwaltungskosten, die durch das Umschreiben von Formularen, Hinweisschildern usw. entstehen werden. Dem Volk sprachlich aufs Maul zu schauen, heißt nicht, die Sprache radikal zu vereinfachen.

Karl Kraus forderte schon 1903 „Strafbestimmungen gegen die öffentliche Unzucht, die mit der deutschen Sprache getrieben wird“. Mit der Veranglisierung der deutschen Sprache in den letzten Jahrzehnten verschärfte sich noch das Problem. Die deutsche Sprache in Wissenschaft, Wirtschaft und auf der EU-Ebene ist dramatisch auf dem Rückzug. Dass dies mit dem Verlust von Einfluss und Geltung einhergeht, ist einem Großteil der Gesellschaft und der Altparteien offensichtlich nicht bewusst, abgesehen davon, dass die Wertschätzung und Liebe zur eigenen Sprache unverzichtbarer Bestandteil der eigenen Identität ist.

Die Nationalsprache ist das Herz einer Kulturnation.

Als zentrales Element deutscher Identität wollen wir von der AFD die Deutsche Sprache als Staatssprache im Grundgesetz festschreiben lassen. An deutschen Schulen darf es kein Zurückweichen des Deutschen vor Einwanderersprachen und des Englischen geben. „Politisch korrekte“ Sprachvorgaben lehnen wir entschieden ab.

Carmen und Bernd Krämer